[Rezension] Neil Gaiman – Coraline

Meine Zusammenfassung:
Das Buch Coraline von Neil Gaiman, 2002 bei Bloomsbury Publishing (2009 im Heyne Verlag) erschienen, handelt von einem 11-jährigen, abenteuerlustigen und neugieren Mädchen, das mit ihren Eltern, zunächst wenig erfreut darüber, in eine neue Stadt zieht und dort auf eine geheimnisvolle, aber gruselige Parallelwelt trifft.

Da ihre Eltern, beides Autoren, ständig mit ihrer Arbeit beschäftigt sind, ist die kleine Coraline ziemlich gelangweilt und weiß mit ihrer Zeit kaum etwas anzufangen. Das Einzige was dagegen hilft, sind ihre Entdeckungstouren durch die neue Gegend und die gelegentlichen Besuche bei ihren doch sehr seltsamen Nachbarn.
Da wären unten die 2 schrulligen alten Damen Ms. Spink und Ms. Forcible, in jungen Jahren Schauspielerinnen gewesen, die Coraline gerne bei einer Tasse Tee darüber erzählen. Eines Tages lesen die zwei aus den Teeblättern ihrer Tasse, dass sich Coraline in großen Schwierigkeiten befindet.
Oben wohnt dann noch Mr. Bobo, der momentan einen Springmaus-Zirkus ins Leben rufen möchte. Allerdings darf diesen noch keiner sehen, da die Mäuschen noch viel zu lernen haben. Keiner ihrer Nachbarn kann sich jedoch Coralines Namen merken was ihr ziemlich auf die Nerven geht, für sie alle ist sie die kleine Caroline.

Da ihre Eltern mal wieder sehr beschäftigt sind, entdeckt Coraline auf einer ihrer Entdeckungstouren eine kleine Türe, hinter der ihre „andere Mutter“, die es auf ihre Seele abgesehen hat, lebt. Zunächst scheint hier alles viel schöner, aufregender und besser zu sein als zu Hause, wo ihre richtigen Eltern Coraline kaum Beachtung schenken. Doch mit der Zeit entwickelt sich die andere Welt immer mehr zu einem schaurigen Alptraum bei dem ihr ihre echten Eltern abhanden kommen. Mit Hilfe eines schwarzen Katers begibt sich das kleine Mädchen auf ein spannendes Abenteuer, welches einem Alptraum gleicht, dem sie nur entkommen kann, wenn sie es schafft ihr Spiel gegen die „andere“ Mutter zu gewinnen.

Meine Meinung:
Die Satzstruktur und die große Schrift sowie das Cover erinnern sofort an ein „Horrormärchen“ in Kinderbuch-Format, alles ist ganz einfach beschrieben, sodass auch die jungen Leser unter uns dieses Buch gut verstehen können. Gefunden habe ich es allerdings im Fantasy-Genre, was mich da doch etwas gewundert hat.

Davon mal abgesehen zieht das Buch einen erstmal in eine doch ziemlich langweilige Welt von der kleinen Coraline Jones, ob nun die normale oder die „andere“ Welt. Die Parallelwelt unterscheidet sich zunächst nur darin von der normalen, dass die anderen Eltern statt normaler Augen Knopf-Augen haben und Coraline alles haben kann, was sie möchte. Nach und nach bekommt sie allerdings immer mehr Zweifel daran, ob wirklich alles so gut ist und ihr einziger Wunsch ist es dann, nur noch in ihre normale Welt zurück zu kehren. Dieser Weg zurück ist spannend gestaltet und die kleine Coraline erlebt dabei mehrere Abenteuer. Meiner Meinung nach, nichts, was besonders aufregend ist.

Mein Fazit:
Da es doch eher ein Kinder- bzw. Jugendbuch als Fantasybuch ist, gehört es nun nicht zu meinen Favoriten. Die Geschichte ist an sich gar nicht schlecht, aber man hätte viel mehr aus der Story machen und vielleicht etwas weiter ausdehnen können. Wer ein paar Stunden zu viel übrig hat und mal etwas anderes ausprobieren möchte, ist bei dem Buch richtig – denn anders ist es auf alle Fälle.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: