[Rezension] Neil Gaiman – Niemalsland

Meine Zusammenfassung:
In dem Buch Niemalsland von Neil Gaiman, im Original 1996 bei BBC Books (die deutsche Ausgabe erschien 1997 im Heyne Verlag) erschienen, geht es um Richard, der ein junges, verletztes Mädchen findet und daraufhin nach Unter-London, eine Schattenwelt, gerät.

Einen Abend bevor Richard nach London zieht um seinen neuen Job zu beginnen, veranstalten seine Freunde eine Abschiedsfeier für ihn. Als er sich nach draußen begibt um sich vom vielen Alkohol zu übergeben, trifft er auf eine alte Dame die ihm die Zukunft voraus sagt. Sie ließt aus seiner Hand, dass er einen Weg vor sich hat. Nicht nur London, sondern auch ein London welches man nicht als dieses kenne. Außerdem solle er auf Türen achten, denn mit ihnen würde es beginnen.

400 Jahre früher, in der Toskana im 16. Jahrhundert. 2 Gestalten, Mister Croup, der kleinere und wortgewandtere von beiden, und Mister Vandemar, der größere und ständig hungrige von beiden, setzen ein Kloster in Brand und erfreuen sich an dem Tod der Menschen. 400 Jahre später, in Unter-London, wollen sie es wieder tun, Leute umbringen.

Richard, immer ein wenig durcheinander, ist nun seit 2 Jahren mit Jessica zusammen.. und verlobt. Es ist Freitag und er ist mit Jessica und ihrem Chef zum Essen verabredet. Gleichzeitig allerdings auch noch mit seinem Arbeitskollegen Garry. Außerdem wartet sein eigener Chef immer noch auf den Bericht der längst fertig sein sollte. Davon überzeugt, dass alle Ereignisse immer auf einmal auftreten, vergaß Richard den Tisch für das Essen heute Abend zu reservieren, vergaß er, dass er mit Garry verabredet war und vergaß auch, dass der Bericht noch fertig gemacht werden muss.

Door musste fliehen. Mr. Croup und Mr. Vandemar waren, sind, hinter ihr her. Sie hat sich versteckt doch sind sie ganz in ihrer Nähe. Ihre Familie ist tot nur sie ist übrig. Sie braucht Hilfe. Sie ist verletzt und muss noch eine letzte Tür öffnen, entkommen.

Nachdem Jessica Richard von zu Hause abgeholt hat, sind sie nun auf dem Weg zum Restaurant in dem Richard doch noch einen Tisch bekommen hat. In eine Unterhaltung vertieft, fällt plötzlich ein junges, verletztes Mädchen vor Richard auf den Boden. Er möchte ihr einen Krankenwagen rufen, doch sie sagt sie sei in Gefahr und so würden die beiden sie finden, er müsse sie verstecken. Richard bringt das Mädchen in seine Wohnung wo er sie schlafen lässt. Am nächsten Morgen tauchen Mr. Croup und Mr. Vandemar auf die behaupten, das Mädchen sei ihre Schwester Doreen und würde vermisst, sie sei nicht ganz bei Sinnen. Richard behauptet sie nicht zu kennen. Als die beiden wieder verschwunden sind, muss Door ihre Freunde verständigen und um Hilfe bitten. Da sie Angst hat die Wohnung zu verlassen muss Richard sich auf den Weg machen.

Als er Doors ‚Freund‘ Marquis de Carabas findet, taucht Richard für kurze Zeit in eine andere Welt. Gemeinsam suchen sie einen Mann auf, Old Bailey, der de Carabas noch einen Gefallen schuldet. Richard der laut de Carabas keine Fragen stellen soll, da er schon tiefer drin steckt als gut für ihn ist, weiß nicht was um ihn geschieht. Wieder bei ihm zu Hause angekommen ist es Zeit für Door zu verschwinden.

Als Richard sich wieder in seinen Alltag stürzen möchte ist alles anders. Seine Bankkarte wird nicht akzeptiert, auf der Arbeit erkennt ihn keiner wieder, selbst als er Jessica aufsucht, weiß sie nicht wer er ist. Und zu allem Überfluss wird sogar seine Wohnung neu vermietet. Daraufhin beschließt Richard, dass er Door finden muss und macht sich auf den Weg nach Unter-London.

Meine Meinung:
Seltsam. Ja, mein erster Gedanke zu dem Buch war: Seltsam. Und ich glaube dies wird sich auch der Hauptprotagonist, Richard, ständig gedacht haben, als er in eine Welt voller seltsamer Gestalten geriet. Auch mein letzter Gedanke zu dem Buch ist: Seltsam. Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte im Gesamten ganz gut gefallen. Es lässt sich durchaus gut lesen und ist für jeden verständlich. Hin und wieder hat sich der Verlauf der Geschichte ein wenig in die Länge gezogen, sodass ich es als ein wenig langweilig empfand, aber das hat sich auch schnell wieder gelegt. Ich würde jetzt nicht behaupten, dass es total spannend war, allerdings hat der Verlauf der Geschichte einen doch immer wieder neugierig gemacht.

Während der gesamten Handlung kann man verfolgen, wie aus Richard ein völlig anderer Mensch wird. So war er am Anfang darauf bedacht, niemanden vor den Kopf zu stoßen oder gar zu verletzen. Ein eher in sich gekehrter Mann, der lieber zu allem ‚Ja‘ sagt, als seine ehrliche Meinung zu äußern. So wird er im Verlauf der Geschichte zu einem immer selbst bewussterem, jungen Mann.
Mein Lieblings-Protagonist war allerdings jemand anderes. Mr. Vandemar hat auf mich einen sehr sympathischen Eindruck gemacht, obwohl er doch eigentlich zu den Bösen gehört. Ein Mörder und Meister der Folter, mit einer doch sehr liebevollen und zugleich etwas naiven Art und ständigem Hunger.

Mein Fazit:
„Niemalsland“ ist meiner Meinung nach kein Bestseller, ob jetzt in Weltranglisten oder in meiner persönlichen, aber es ist auch kein totaler Bockmist. Es hat Spaß gemacht zu lesen und es war auf seine eigene Art unterhaltsam, aber ich hatte mir doch etwas anderes darunter vorgestellt. Ich hatte gehofft, dass es viel spannender und vielleicht auch auf eine Art gruselig wird. Aber.. man kann ja nicht alles haben.

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