[Rezension] (Gerald) Brom – Der Kinderdieb

Meine Zusammenfassung:
Der Kinderdieb von (Gerald) Brom, erschienen 2010 im PAN-Verlag, handelt von einem Jungen, der Kinder und Jugendliche mit Problemen in seine eigene Welt entführt.

In dieser Nacht war es wieder soweit; er würde erneut kommen und sie vergewaltigen. Das geht schon so, seit sie Brüste bekommen hat. Und seitdem ihre Mutter sich umgebracht hat ist es nur noch schlimmer geworden. Er war schon in ihrem Zimmer, war dabei sich ausziehen und sich über sie zu legen, doch da kam er. Ein Junge. Ein Junge der sie rettete. Er wollte, dass sie mit ihm floh, er würde sie in eine andere Welt bringen. Eine Welt in der es keine Erwachsenen gibt die ihr wehtun können. Sie folgte ihm, denn sie hatte nichts zu verlieren.

Peter ist ein Dieb. Ein Kinderdieb um genau zu sein. Er wandert umher um Kinder und Jugendliche zu finden. Ausreißer. Ausreißer die jeden Tag mit Problemen zu kämpfen haben und fliehen wollen. Bei seiner Suche nach einem weiteren Ausreißer wird er auf Nick aufmerksam. Nick ist mit seiner Mutter nach dem Tod seines Vaters nach Brooklyn gezogen und hasst es. Er hat keine Freunde und zu allem Übel ist da auch noch Marko. Er wohnt bei ihnen zur Untermiete und ist, um es kurz zu fassen, ein riesen Arschloch. Er und seine Kumpel machen Nick das Leben zur Hölle und seine Mutter unternimmt nichts dagegen.

Als Nick bei seiner Flucht von Markos Freunden aufgehalten wird, eilt Peter ihm zu Hilfe. Das ist die Gelegenheit für Peter, Nick davon zu überzeugen mit ihm zu kommen. Mit in den Nebel. Allerdings muss er freiwillig mitkommen, denn der Nebel mag es nicht, wenn jemand dazu gezwungen wird. Sie machten sich also beide auf den Weg durch den Nebel, der nach Avalon führt. Doch im Nebel verbirgt sich so manche Gefahr, von der Peter nichts erwähnte. Tote. Überall lagen die Überreste von toten Kindern. Außerdem tauchen Nebelgeister auf, die Nick vom Weg abbringen wollen. Voller Angst schafft es Nick dennoch, Peter weiterhin zu folgen, sodass beide unversehrt dem Nebel entfliehen können. Doch auch außerhalb des Nebels lauern weitere Gefahren. Fleischfresser und sogenannte Barghests sind ihnen auf den Fersen. Doch auch ihnen können sie entkommen und sich endlich ausruhen. Als Nick in einen tiefen Schlaf fällt, überlässt Peter ihn den Teufeln. Er muss sich auf den Weg machen, zurück durch den Nebel, denn er muss noch mehr Kinder nach Avalon bringen.

Meine Meinung:
Eine fabelhafte und sehr spannende Geschichte die einen in eine magische, sehr düstere Welt entführt. Hier erlebt man Peter Pan nicht als den kleinen freundlichen Jungen, der Wendy und die anderen Kinder in eine schöne Welt „entführt“, sondern einen Peter der es liebt, zu töten. Was aus meiner Sicht ziemlich cool ist, da es so eine Form meines Lieblings-Buch-Genres annimmt; dem Thriller.

Die ganze Story rund um Peters Vergangenheit und auch Gegenwart ist eine Art brutale Tragödie. Als Baby von der Familie als Dämon betitelt und verstoßen, gelangt er bald in eine für ihn neue magische Welt die ihm nicht nur schöne Dinge beschert.

Was mir sehr gefällt ist, dass es in der Geschichte trotz einiger schönen Moment hauptsächlich ziemlich düster zugeht. Kein „In-der-magischen-Welt-ist-alles-schön-und-friedlich“-Getue. Außerdem sind die Illustrationen, die vom Autor selbst stammen, sehr genial. Sie haben meine eigene Vorstellung von den Charakteren und auch den Landschaften sehr gut untermalt und sind einfach verdammt gut gezeichnet.

Insgesamt ist das Buch sehr flüssig geschrieben und lässt sich ohne Probleme durchweg lesen. Jedes Kapitel bringt neue Spannung mit sich und macht neugierig auf das Nächste.. und vor allem auf das Ende.

Mein Fazit:
Zum Abtauchen in eine magische Welt, wo es kriegerisch und äußerst brutal zugeht, in der Kinder gegen magische Kreaturen und andere Gestalten kämpfen, in der mehr Blut vergossen wird als in einem Psycho-Thriller der Bestseller Liste.. einfach perfekt geeignet. Wer auf Märchen und Fabeln steht, oder auch für Mord und andere Brutalitäten zu begeistern ist, der liegt bei dem Kinderdieb genau richtig. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht und ich kann es wirklich nur empfehlen!

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