[Rezension] M. A. Griffin – Lifers: Es gibt kein Entkommen

Zu diesem Buch:
Ein Mädchen verschwindet spurlos. Und nur Preston ahnt, wo seine beste Freundin Alice sein könnte. Verzweifelt sucht er nach einem Lebenszeichen und gerät dabei in die Fänge eines grausamen Instituts. Plötzlich steckt auch er in einem furchtbaren Gefängnis. Dutzende Jugendliche kämpfen hier ums Überleben. Umgeben von Chaos, Hunger und Verzweiflung versucht Preston, Alice und die anderen zu retten. Doch er weiß, ihnen bleibt nur wenig Zeit. Sonst ist der Ausgang für immer verschlossen …

Über den Autor:
M.A. Griffin hat Englische Literatur studiert und arbeitet inzwischen als stellvertretender Schuldirektor. Vorher verdiente er sein Geld bereits als Lehrer, Regalauffüller und LKW-Fahrer in Frankreich und Spanien. Wenn er nicht gerade an seinem Blog (martingriffinbooks.com) oder seinen Büchern schreibt, dann erstellt er Hip-Hop-Playlists auf Spotify, schaut sich zum x-ten Mal die zweite Staffel von The Walking Dead an oder liest und liest und liest. M.A. Griffin lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Manchester.

Meine Zusammenfassung:
Alice ist spurlos verschwunden und die letze Nachricht die sie hinterlässt wirft einige Fragen auf: „Sorry. Geh rein.“. Was soll das nur bedeuten? Preston hat keine Ahnung, ebenso wenig wie sein bester Freund Mace. Nachdem Preston von der Polizei-Chefin seines Vaters zum Verhör gebeten wurde, kommt ihm eine Idee, wo Alice stecken könnte. Kurz vor ihrem Verschwinden hatte sie seltsame Andeutungen gemacht und ihn gebeten, kein Wort darüber zu verlieren, sollte die Polizei Fragen dazu stellen.

Preston hat die Vermutung, dass es was mit ihrem geheimen Notizbuch, welches er und Mace heimlich gelesen haben, zutun hat. In diesem Notizbuch befinden sich verschiedene Pläne der Stadt mit unterschiedlich, farblich markierten Routen. Außerdem wurde ein Gebäude markiert, daneben die Worte „Mist“. Und was hatte die offene Hand mit einem Auge in der Mitte damit zutun, die sich ebenfalls auf einer der Seiten im Notizbuch befand? Dieses Auge hatte er zuvor auf der Website namens „Urbex“, die Alice ihnen ihnen zuvor gezeigt hatte, gesehen. Urbane Entdecker, die die Welt mit anderen Augen betrachten und sich auf die Suche nach verborgenen Orten der Stadt machen.

Als Preston und Mace beschließen, dem in Alice’ Notizbuch markierten Gebäude „M.I.S.T.“ einen Besuch abzustatten, geraten die beiden Freunde mitten in ein geheimes Projekt. Im Keller des Gebäudes befindet sich eine seltsame Röhre, in die mehrere Jugendliche mit Handschellen und seltsamen Brillen, hineingeführt werden. Was hat es damit auf sich? Preston und Mace werden noch bevor sie verschwinden können von einem der Nachtwärter erwischt und abgeführt.

Ist dies wirklich der Ort, an dem Alice verschwunden ist? Und wenn ja, wie können sie ihr helfen, zu entkommen?

Meine Meinung:
Um ehrlich zu sein, hatte ich es anfangs schwer in das Buch einzusteigen. Es kam mir ein wenig seltsam vor, wie Preston vor diesem seltsamen Gebäude diesen Jungen findet, der sich vor Krämpfen windet und von einem Nachtwärter erwischt und mit einem Schlafmittel außer Gefecht gesetzt wird.

Circa die ersten vierzig Seiten habe ich mich etwas gelangweilt, doch dann dachte ich: Los jetzt, vielleicht wird es ja noch besser. Und tatsächlich, es wurde besser. Die letzten 279 Seiten habe ich an einem Stück durchgelesen. Ich wollte wissen, was es mit diesen Röhren auf sich hat und ob Preston und Mace Alice tatsächlich dort finden würden.

Die Idee, eine ganz andere Art von Gefängnis zu schaffen, hat mich fasziniert. Jedoch hatte ich mir mehr von dem versprochen Schrecken und der Grausamkeit, womit der Klappentext wirbt, erhofft. Ohne die psychische Grausamkeit, die die Gefangenen durchmachen müssen, runterspielen zu wollen. Allein die Vorstellung, an einem Ort gefangen zu sein, an dem es nichts gibt, außer sich selbst und 200 weitere Mithäftlinge, die Kopf an Fuß schlafen.

Der Weg dorthin, hat mir zu lange gedauert und die Protagonisten waren mir teilweise zu langweilig. Von dem wichtigsten Teil, nämlich dem Teil mit dem Gefängnis, welches so grausam ist, gab es meiner Meinung nach leider zu wenig zu lesen. Gefühlt nahm es nur 15 % der Geschichte in Anspruch. Sehr schade …

Dieses Buch hat mich jedoch auf seine eigene Art und Weise unterhalten, was ich anfangs nicht gedacht hätte. Gewünscht hätte ich mir jedoch, dass das Ende nicht so vorhersehbar gewesen wäre.

Mein Fazit:
Schönes Zusammenspiel zwischen Wahrheit und Fiktion.

„Nervenzerfetzende Prison-Break-Spannung!“ Wie es auf der Rückseite des Buches heißt, kann ich mit der Geschichte nicht vereinbaren, jedoch fand ich sie tatsächlich sehr unterhaltsam. Da mich das Lesen gerade einmal einen Tag gekostet hat, ist es eine interessante Jugendbuch Lektüre für zwischendurch, die man sich durchaus mal zur Hand nehmen kann.

Die Charaktere waren mir allerdings zu langweilig und eintönig gestaltet, da hätte ich mir ein wenig mehr Humor an mancher Stelle gewünscht. Dennoch, von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: