[Rezension] Lauren Groff – Licht und Zorn

Zu diesem Buch:
Manchmal gründet das Wunder einer idealen Ehe nicht in der Aufrichtigkeit, sondern im Verschweigen. Als Lotto und Mathilde heiraten, kennen sie sich erst wenige Wochen. Sie sind jung und schön und einander vollkommen verfallen. Ihr Glück ist förmlich mit Händen greifbar, und über die Jahre ist ihre Vertrautheit so tief, dass sie sich auch wortlos zu verstehen scheinen. Doch was wissen sie wirklich voneinander? Ahnt Lotto, welchen Zorn Mathilde hinter ihrem sanften Lächeln verbirgt? Und was geschieht, wenn sich eine einzige Annahme ih ihrem Beziehungsgeflecht als Illusion herausstellt?

Über die Autorin:
Lauren Groff, 1978 geboren, lebt in Gainesville, Florida. Neben den Romanen „Arcadia“ und „Die Monster von Templeton“ veröffentlichte sie zahlreiche Erzählungen, unter anderem in „The New Yorker“ und „The Atlantic“. Mit „Licht und Zorn“ stand sie auf der Shortlist des National Book Award.

Meine Zusammenfassung:
Lotto kommt als Baby einer gut betuchten Familie zur Welt. Eine fast unbeschwerte Zeit als Kind mit Eltern und einer Tante die ihn abgöttisch lieben. Als sein Vater stirbt dauert es nicht lange, bis Lotto von seiner Mutter auf ein Internat für Jungen geschickt wird, nachdem er es mit der Zwillingsschwester Gwenny, seines besten Freundes Chollie, auf dem Dach eines Hause, welches nach einer Party in Flammen aufgeht, getrieben hat.

Von den anderen Jungs im Internat gemobbt, gerät Lotto in eine depressive Phase, aus der ihn der seltsame Dekan des Internats rausholt, indem er ihm klar macht, dass Lotto ein Hai sein muss um in dieser Welt bestehen zu können. Lotto wird zum Star im Theater und auch bei den Frauen kommt er immer besser an. Später am College gibt es bald keine Frau mehr, mit der Lotto es nicht getrieben hat. Er liebt die Frauen und erkennt in jeder einzelnen das Besondere, es ist ihm egal, wie sie aussehen.

Bis er am College Mathilde kennenlernt. Mathilde ist wunderschön und er ist ihr sofort verfallen. Sie kennen sich erst ein paar Wochen doch hält sie das nicht ab, zu heiraten. Als jedoch seine Mutter von dieser schnellen Hochzeit erfährt, enterbt sie ihren geliebten Sohn und dreht ihm und Mathilde den Geldhahn zu. Der Kontakt zu seiner Mutter wird immer weniger, sodass er lediglich seine Tante Sallie, die Schwester seines Vaters die sich seit eh und je um seine Mutter kümmert, und seine kleine Schwester Rachel hat, die ihm eine Familie bieten.

Zwischen himmlischem Sex und Unbeschwertheit beginnt eine Zeit in ihrer frischen Ehe, in der das Geld immer knapper wird. Lotto hat Schwierigkeiten, sich als Schauspieler zu beweisen und gute Jobs zu finden, sodass Mathilde dafür sorgt, dass sie beide Geld zum Leben haben. Sie beginnt einen Job in einer Kunstgalerie, während Lotto im Selbstmitleid und Alkohol badet und sich eher schlecht als recht um den Haushalt und seine Jobsuche kümmert.

Doch Mathilde sorgt dafür, dass Lotto es wieder in die Welt des Theaters schafft; nicht als Schauspieler aber als einer der besten Dramatiker seiner Zeit, dessen Theaterstücke für Wirbel und eine Menge Geld sorgen. Es beginnt eine Berg- und Talfahrt, zwischen Ruhm und Spott, zahllosen Partys mit Freunden und einer Ehe, die Geheimnisse birgt. Was verbirgt sich tatsächlich hinter Mathilde, dieser wundervollen Frau, die ihrem Ehemann ständig den Rücken stärkt und seine Launen erträgt? Lotto, der schon immer der Meinung war, dieses wundervolle Geschöpf, welches schon seit so langer Zeit an seiner Seite ist, nicht verdient zu haben. Kennt er seine Mathilde denn wirklich? Und was ist mit Mathilde selbst? Ist sie wirklich so selbstlos? …

Meine Meinung:
Licht und Zorn … da scheiden sich bei mir die Geister. Ich habe schon länger kein Buch mehr gelesen, welches mir den Anfang so schwer gemacht hat, in die Geschichte einzusteigen. Es lag nicht an den Worten oder Sätzen, denn der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, mit eher kurzen, knappen, prägnanten Sätzen. Es war die Geschichte selbst, die mich zu Beginn doch sehr gelangweilt hat.

Ich war kurz davor, das Buch abzubrechen und doch nicht zu rezensieren, da ich glaubte, es mache keinen Sinn. Jedoch bin ich ziemlich ehrgeizig. So hatte ich doch die Seite des Lichts bereits kennengelernt und wollte natürlich wissen, welcher Zorn sich noch dahinter verbirgt. Also habe ich mich weiter durchs Buch gekämpft und wurde sogar noch belohnt!

Nach der Hälfte ungefähr hatte das Buch mich doch noch gepackt. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber so bekommt das Buch doch noch eine spannende und mitreißende Wendung hin, dass ich zum Schluss dann doch noch gefesselt wurde. Die zweite Hälfte habe ich quasi verschlungen und inhaliert.

So wie der Titel zwei Gegensätze birgt, hat sich auch meine Meinung zweigeteilt und es war den Kampf es weiter zu lesen definitiv wert.

Mein Fazit:
So langweilig ein Buch doch zu Beginn erscheint, kann es sich noch einmal um 180° drehen und einen völlig überraschen. Eine interessante Geschichte einer Ehe, die spannender nicht sein könnte.

4 von 5 Sternen.

Interesse? Dann kaufe das Buch sehr gerne hier.

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