[Rezension] Louise Voss & Mark Edwards – Stalker

Zu diesem Buch:
Alex Parkinson ist wie vom Blitz getroffen, als er seine Dozentin aus dem Schreibkurs zum ersten Mal sieht. Siobhan ist wunderschön, intelligent und teilt auch noch seine große Leidenschaft; das Schreiben. Niemals zuvor hat er jemanden so sehr geliebt. Doch wie kann er Siobhan davon überzeugen, dass sie zusammengehören? Besessen von der Idee, sein Leben mit ihr zu teilen, findet Alex heraus, wo Siobhan wohnt, verliert seinen Job für sie, macht ihr Geschenke, kümmert sich um ihre Katze, liest in ihrem Tagebuch. Alex würde alles für Siobhan tun – bis plötzlich eine junge Frau tot vor ihrem Haus liegt …

Über die Autoren:
Louise Voss sah Mark Edwards in einer Dokumentation über aufstrebende Autoren, daraufhin kontaktierte sie ihn. Das war der Grundstein ihrer schriftstellerischen Zusammenarbeit. Ihre ersten beiden Thriller „Fieber“ und „Stalker“ wurden direkt Sensationserfolge, zunächst online im Eigenverlag und schließlich auch in den Printausgaben. Louise Voss und Mark Edwards leben mit ihren Familien im Süden von London.

Meine Zusammenfassung:
Siobhan ist sichtlich nervös, als sie zum ersten Mal vor ihrem Schreibkurs steht und sich ihnen vorstellt. Klar, es sind nur sechs Teilnehmer aber dennoch freut sie sich darüber, ihnen das Schreiben näher zu bringen. Besonders, da ihr erstes veröffentlichtes Buch schon eine Weile her ist und sie nicht weiß, ob ein zweites folgen wird. In diesem bunten Häufchen befinden sich gleich mehrere, die ihr ein wenig suspekt erscheinen.

Alex ist sofort in seine Dozentin aus dem Schreibkurs den er besucht verliebt. Als er erfährt, dass sie nicht nur gut aussieht und intelligent ist, sondern auch noch selbst Autorin ist, besorgt er sich als allererstes ihr Buch. Tara liegt wach begeistert ihn über alle Maßen und er ist regelrecht besessen von der Vorstellung, dass in Tara ein Teil von Siobhan und ihren erotischen Fantasien steckt.

Alex versucht alles über sie herauszufinden und ist der festen Überzeugung, dass Siobhan genauso für ihn empfindet, wie er für sie, nur scheint sie wohl zu schüchtern zu sein, um dies preiszugeben. Er schreibt eine wundervolle Rezension zu ihrem Buch und hinterlässt diese und seine Telefonnummer für sie. Doch als sie sich nicht meldet geht er davon aus, dass sie seine Nummer wohl verloren hat und sich dafür schämt.

Er hinterlässt ihr weiterhin immer mehr Geschenke und malt sich dabei aus, wie sehr sie sich darüber freut und das die beiden bald eine gemeinsame Zukunft haben. Als er auf der Arbeit, entgegen der Vorschriften, in die Kundendaten von Siobhan geht um ihre Telefonnummer und ihre Adresse herauszufinden, dauert es nicht lange, bis er seinen Job verliert. Beim Hinterlassen von Blumen vor ihrer Haustür entdeckt er, dass sie ihren Schlüssel im Schloss stecken gelassen hat und ohne zu zögern, lässt er sich einen Schlüssel nachmachen.

Nun steht ihm nichts mehr im Wege, ihr in ihrer Wohnung noch näher zu sein und sich ihr Intimstes anzueignen. Siobhan, die von all dem nichts ahnt und eher ihren Ex-Freund Phil im Verdacht hat, statt Alex, wird zunehmend unsicherer. Und dann passieren auch noch weitere merkwürdige Dinge; Kleidung, die sich plötzlich auf ihrer Wäscheleine befindet, Katzenfutter auf dem Boden ihrer Wohnung und eine Frau, die in ihre Gartenmauer gerast ist. Und dann ist da auch noch Kathy, die tot aufgefunden wird …

Meine Meinung:
Stalker ist ein wirklich spannendes Buch. Es ist interessant zu lesen, wie manche Menschen ein plötzlich so verqueres Verhalten aufweisen und deren Wahrnehmung völlig ab von der Realität ist. Das Alex ständig das Verhalten von Siobhan und ihre Äußerungen so verdreht, dass es für ihn wirklich den Sinn ergibt, den er haben möchte. Jegliche Abweisung sieht er als weitere Herausforderung ihrerseits, dass er sich noch mehr anstrengen muss, um ihr näher zu kommen.

Vorsicht, Spoiler Alarm:

Es ist wirklich seltsam, wie eine solche Besessenheit von einem anderen Menschen, einen anderen so verzehren und beeinflussen kann. Es hat mich immer wieder leicht verstört, wie Alex alles fehlinterpretiert, was Siobhan sagt oder macht. Aber was mich noch mehr verstört hat, ist, dass der Jäger zum Gejagten wird und Siobhan ab einem bestimmten Punkt in ihrem Leben, durch Verluste und andere Geschehnisse, selbst eine falsche Wahrnehmung bekommt und durchdreht, den Spieß quasi umdreht und alles dafür tut, um Alex wieder für „sich“ zu haben.

Es hat mir sehr gut gefallen und den Ausgang dieser Geschichte hätte ich so nicht erwartet, daher kam es doch sehr überraschend für mich, gefiel mir allerdings trotzdem gut. Es ist ein sehr gutes und gleichzeitig spannendes, aber auch wirklich verstörendes Buch welches zeigt, wie seltsam wir Menschen manchmal ticken, wenn es um Liebe, Erfolg aber auch Verlust, Hass, Eifersucht und Misserfolg geht. Jeder ist sich schließlich selbst der nächste, in der Liebe bleibt kein Platz für Dritte …

Mein Fazit:
Stalker darf in keinem Bücherregal fehlen. Dieses Buchzeigt uns, wie schnell der netteste Mensch plötzlich seine dunkelste Seite zeigen kann. Klare Buchempfehlung an alle Thriller-Fans.

4 von 5 Sternen.

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