[Rezension] James Oswald – Am Anfang die Schuld

Zu diesem Buch:
In Edinburgh wird eine von Inspector Tony Mclean geleitete Razzia auf ein mutmaßliches Bordell zum peinlichen Fiasko. Die Polizeiführung ist um Schadensbegrenzung bemüht, doch McLean kann die Angelegenheit nicht ruhen lassen. Denn der Vorfall ruft bei dem eigenwilligen Ermittler Erinnerungen an einen alten Fall wach. Als junger Polizist war McLean an einem Einsatz in Headland House, einem einschlägigen Etablissement, beteiligt und rettete ein entführtes Mädchen, das in einem schmutzigen Verschlag auf dem Dachboden des Hauses gefangen gehalten worden war. Wer die Kleine war oder wer sie dorthin brachte, wurde nie geklärt. Jetzt aber beschleicht McLean ein furchtbarer Verdacht. Fieberhaft sucht er nach Beweisen und stößt dabei auf ein viel größeres Verbrechen …

Über den Autor:
Bereits während des Studiums der Psychologie an der Aberdeen University verfasste James Oswald erste Comics. Es folgten Kurzgeschichten, diverse Blog Posts und eine Fantasyreihe. Neben dem Schreiben betreibt er heute eine Farm in der schottischen Grafschaft Fife, wo er sich der Zucht von Schottischen Hochlandrindern und neuseeländischen Romney-Schafen widmet. Für seine ersten beiden Thriller „Das Mädchenopfer“ und „Asche zu Asche, Blut zu Blut“ wurde James Oswald für den renommierten Debut Dagger Award der Crime Writers´ Association nominiert. Mittlerweile stürmen seine Krimis um den charismatischen Ermittler Tony McLean regelmäßig die Britischen Bestsellerlisten.

Meine Zusammenfassung:
Durch eine verlässliche Quelle werden Inspector Tony McLean und sein Team auf ein mutmaßliches Bordell aufmerksam, welches nun kurz vor einer Razzia steht. Die Razzia erweist sich jedoch als Fehlschlag. In dem Haus befanden sich keinerlei Prostituierte oder Freier, es handelte sich nach ersten Befragungen lediglich um eine Privatparty der besonderen Art. Anscheinend kannten sich alle Teilnehmer dieser Swingerclub Party und waren sogar teilweise Paare.

Auch die Presse hat von diesem Fehlschlag ziemlich schnell Wind bekommen, so hatten doch auch ihre Quellen darauf hingewiesen, dass sich dort ein Bordell befinden wird. Jedoch fand sich – neben den Gästen und ihren speziellen Vorlieben und Fetischen – nichts gesetzwidriges außer einem Sexualstraftäter, der vergessen hatte zu melden, dass er in der Stadt war und die Besitzerin des Hauses, die selbst nicht an ihrer eigenen Party teilgenommen hat.

Die SCU, Sexual Crimes Unit, versucht mit allen Mitteln den Schaden so gering wie möglich zu halten und möglichst unbeschadet aus dem Geschehen rauszukommen. Doch McLean kann den Fall nicht ruhen lassen, so waren die Quellen doch zuverlässig und außerdem gibt es noch einige Ungereimtheiten, die geklärt werden müssten. Außerdem wird McLean noch von seiner alten Stelle bei einem Fall um Hilfe gebeten, bei dem ein Mann tot in seinem Wagen in einem verlassenen Parkhaus gefunden wurde. Das seltsame daran: seine offene Hose aus dem sein steifes Glied ragt.

Die Ermittlungen ergeben, dass der Mann an einem Herzinfarkt gestorben war, jedoch starb er nicht allein; an seinem Glied werden Speichelreste gefunden. McLean bleibt nichts anderes, als zwischen den unterschiedlichen Abteilungen und Fällen hin und her zu springen und dabei nicht nur mehr als einen seiner Chefs gegen sich aufbringt, sondern seine Ermittlungen soweit gegen den Willen des obersten Chef treibt, dass er in die Cold Case Unit strafversetzt wird.

Der ständige Kontakt und die heimlichen Treffen mit der Hausbesitzerin, bei der die Swinger-Party stattgefunden hat, bringen ihn Immer mehr in Schwierigkeiten. Als dann auch noch immer mehr Personen Schaden nehmen, die auch nur ansatzweise in die Ermittlungen gehören und sogar die Reporterin mit der McLean auf Kriegsfuß steht, allerdings ähnliche Verschwörungstheorien aufstellt, die auch ihm in den Sinn gekommen sind, nach einem Anfall ins Krankenhaus gebracht wird, ist McLean höchst alarmiert. Was hat es mit all dem auf sich und wieso kommt ihm diese Situation so verdammt bekannt vor? McLean erinnert sich immer mehr an einen jahrelang zurückliegenden Fall, mit verblüffenden Ähnlichkeiten und kommt dem Ganzen immer mehr auf die Schliche. Doch gibt es einige Personen, die dies verhindern wollen und versuchen, ihn aus dem Weg zu räumen …

Meine Meinung:
Die Story rund um McLean und seinen Fall hat mir ziemlich gut gefallen. Jedoch hat es mich etwas gestört, dass es sich alles so lang gezogen hat … In meinen Augen hätte man die Geschichte auch kürzer fassen können, da manche Passagen ziemlich weit ausgedehnt waren, die allerdings dann wirklich unspektakulär waren.

Dies war mein erstes Buch was ich von diesem Autor gelesen habe und es mich ziemlich gut unterhalten. Je mehr ich allerdings gelesen habe umso öfter habe ich mich gefragt, ob es nicht schon einmal eine Geschichte über den Protagonisten gegeben hat. Also habe ich erstmal nachgesehen und entdeckt, dass es einige mehr vorher gegeben hat. Dies hat beim Lesen allerdings kein bisschen geschadet, man konnte dennoch alles gut verstehen und nachvollziehen, da die Hauptstory ziemlich für sich stand.

Die Nebenstory und die anderen Charaktere um McLean herum haben mir aber gezeigt, dass schon mehr passiert ist, vermutlich in den vorherigen Büchern. Und wo wir bei den Charakteren sind; die haben mir auch ziemlich gut gefallen, besonders McLean selber. Er ist ein wirklich sympathischer Typ, der mich in keinem Moment in der Geschichte genervt hat, sondern mich eher immer mal wieder an mich selbst erinnert hat.

Trotz des zwischenzeitlichen Gefühls, dass sich die Geschichte wie Kaugummi gezogen hat, hat mich die Geschichte dann doch mitgerissen – und das obwohl ich immer wieder erraten konnte, wie was in welchem Zusammenhang steht und was als nächstes passieren wird – und ich habe mich sogar entschlossen, die anderen Büchern ebenfalls zu lesen.

Mein Fazit:
Sympathischer und starrköpfiger Inspector handelt nach seinen eigenen Regeln; ein Muss für Thriller Fans.

4 von 5 Sternen.

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