[Rezension] Claire Douglas – Still Alive – Sie weiß, wo sie dich findet

Zu diesem Buch:
Ihr Geheimnis kann sie alles kosten …

Als Libby einen Flyer für einen Haustausch im Briefkasten findet, kann sie ihr Glück kaum fassen. Denn ihr Mann und sie brauchen dringend eine Auszeit. In Cornwall angekommen, sind sie überwältigt von der hochmodernen Villa, die dort einsam über der Steilküste thront. Doch dann steht nach einem Strandspaziergang die Tür der Villa offen, obwohl sich Libby sicher ist, sie geschlossen zu haben. Immer häufiger hat sie das Gefühl, dass jemand sie beobachtet. Und Libby weiß, das kann nur eines bedeuten: Ihre Vergangenheit ist dabei, sie einzuholen. Und das könnte sie alles kosten …

Über die Autorin:
Claire Douglas arbeitete 15 Jahre lang als Journalistin, bevor sich ihre Kindheitstraum, Schriftstellerin zu werden, erfüllte. Ihr packender Thriller Missing war in England und Deutschland ein riesiger Erfolg und machte sie zur Bestsellerautorin. Still Alive ist ihr zweiter Thriller. Claire Douglas lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in Bath, England.

Meine Zusammenfassung:
Libby kann es kaum glauben; sie ist tatsächlich mit ihrem Ehemann Jamie gerade auf dem Weg nach Cornwall um dort für eine Woche mit einer anderen Familie die Häuser zu tauschen. Dieser Haustausch kam wie ein unerwarteter Goldsegen, denn sie und Jamie hatten dringend eine Auszeit nötig. In den letzten Wochen hat Libby nicht nur einem kleinen Kind aus ihrer Schule bei einem Brand das Leben gerettet, wobei sie sich den Arm brach, sondern auch noch ihr eigenes Baby kurz vor der zwölften Schwangerschaftswoche verloren.

Sie hatten erwartet, dass das Haus etwas größer ist, aber nicht, dass sie in eine riesige Ferienvilla ziehen würden. Zum ersten Mal seit langer Zeit, fühlen die beiden sich unbeschwert. Trotz der Sorge, dass ihr Hund Ziggy mit seinen Pfoten vermutlich alles besudeln würde, sind sie guter Dinge. Ein voller Kühlschrank und ein Privatweg zum Strand, machen das Leben leichter. Doch das wohlige Gefühl hält nicht lange an. Nach ihrer Ankunft und einem darauffolgenden Erschöpfungsschlaf, wachen die beiden auf und stellen mit Entsetzen fest, dass die Türe geöffnet ist.

Jamie schiebt ihre paranoiden Ängste auf den Brand in der Schule, doch Libby weiß es besser. Überall sieht sie Gespenster, zuletzt bei einem harmlosen Ausflug zum Leuchtturm, bei dem sie einen Mann gesehen haben will, der sie beobachtet hat. Libby fühlt sich durchweg verfolgt und beobachtet. Als Jamie dann auch noch plötzlich krank wird und ins Krankenhaus muss, gehen ihre Ängste völlig mit ihr durch. Ein seltsamer Mann, der ständig über das Grundstück schleicht, seltsame Geräusche und ein Keller voller ausgestopfter Tiere. Was geht hier vor?

Libby ahnt böses. Seit Jahren hat sie ihre Vergangenheit geheimgehalten und alles verdrängt, was damals in Thailand passiert ist. Doch nun scheint alles darauf hinzudeuten, dass ihre Vergangenheit sie wieder eingeholt hat. Und das bedeutet, dass sie in Gefahr ist. Doch Jamie kann sie davon nichts erzählen, er würde es nicht verstehen und sie würde ihn vermutlich verlieren. Ihn, ihre einzige Familie. Doch dann stehen sie plötzlich unter Mordverdacht und die Dinge ändern sich grundlegend …

Meine Meinung:
Krass. Meine Güte, da bin ich glatt von einer Gänsehaut in die nächste gerutscht. Ich fand ja schon den ersten Thriller Missing großartig, und nun mit Still Alive bin ich definitiv ein bekennender Fan von Claire Douglas. Ich bin wirklich nur so durch die Seiten geflogen und habe mich durch und durch von der Geschichte verschlingen lassen ohne zu merken, wie sehr ich drinstecke und wie weit ich schon gekommen bin.

Ich dachte mir, so leicht lasse ich mich nicht um den Finger wickeln, nur weil das in Missing so wunderbar geklappt hat, nicht mit mir! Denkste. Ich hatte hohe Ansprüche an dieses Buch, auch wenn ihr zuerst fälschlich davon ausging, dass es sich um eine Fortsetzung des erstes Thrillers handelt, da ich die Namen der Protagonisten nicht mehr vor Augen hatte (wobei es natürlich kein Problem gewesen wäre, diese aus Gründen zu ändern, ha!). Schließlich habe ich dann aber doch festgestellt, dass es eine durchaus eigene Geschichte ist.

Und dann noch eine wahnsinnig gute. Unterteilt in drei Teile, hat mich das Ende des ersten tatsächlich heftig gepackt. Doch als ich den zweiten gelesen habe, habe ich gemerkt, dass diesmal echt auf der falschen Fährte war, unfassbar. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, den dritten Teil später zu lesen, doch muss ich sagen war ich zu mitgerissen, als das ich das Buch noch einmal aus den Händen hätte legen können.

Da ich immer Angst habe, viel zu viel zu verraten, traue ich mich nicht, viel über den Inhalt zu erzählen, doch kann ich definitiv sagen, dass hierbei keiner enttäuscht sein wird. Niemand, der Missing zuvor nicht gelesen hat und Still Alive als ersten Thriller von Claire Douglas liest und ganz sicher niemand, der ihn gelesen hat. Ich bin es definitiv nicht und empfehle diesen Thriller nun wirklich jedem Thriller-Fan.

Mein Fazit:
Jede noch so kleine Notlüge hat ihre Folgen, die dich unmittelbar einholen können. Besonders dann, wenn du dich sicher fühlst.

5 von 5 Sternen.

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